Danke, Steve Jobs!

 In meinem ersten Buch vor anderthalb Jahren habe ich einiges über Meditation und Zen geschrieben. Zu den fernöstlichen Kulturen gehört auch die alte Wolkentheorie. Demnach schwebt das gesamte Wissen der Menschheit irgendwo „oben“. Die erfahrenen Menschen geben ständig etwas dazu, und die neuen, jungen können sich davon bedienen. Eine weiterführende Theorie besagt, dass die menschlichen Seelen ebenfalls in der Wolke landen, und durch Reinkarnation ein neues Leben anfangen können.

 Blödsinn. Ich bin Skeptiker. Und Techniker. Ich gehöre zur „Generation Computer“ wie Steve Jobs und Bill Gates. Ich habe miterlebt, als die ersten Geräte wie Atari, Commodore, PC und Mac sich verbreitet haben. Ich habe die Aktivitäten und Herausforderungen der damaligen Kämpfer als Software-Entwickler mitverfolgt. Als das World Wide Web uns plötzlich beherrschte, sowie Google und Wikipedia kamen, habe ich gespürt: ja, unsere „Wolke“ ist endlich da! Ich – und noch viele andere – hatten schon immer ähnliche Ideen. Jedoch wäre das alles ohne Visionäre und Umsetzer wie Jobs nichts geworden. Warum war aber Steve Jobs noch mehr als Visionär? Er wollte nicht einfach unsere vorhandenen Wünsche erfüllen. Er hat uns die Wünsche selbst vorgestellt. Und es hat gepasst!

 Ohne Steve Jobs wäre ich wahrscheinlich auch kein eBook-Autor geworden. Erst als das iPad im April 2010 uns überraschte, wusste ich, dass meine Zeit gekommen ist. Meine Bücher waren und sind eine Hommage an Apple. Mein erstes Buchtitelbild für das „iCan – Ich und das Zen“ war eine iPad Rückseite. Das Apfel-Logo war jedoch voll, weil ich noch etwas dazu geben wollte…  Im Buch „iScream“ schicke ich meine „Tochter“ auf Vampirsuche, mit Hilfe von zwei iPads. Im „iDiot in New York“ läuft Holden, ein echter Apple-Freak, von Store zu Store mittels iPhone-Navigation. Und im Buch „iDream“ ziehe ich das tropical iPad aus dem Sand, um die selbst entwickelte Software, die meine Bücher automatisch schreibt, zu testen.

 Steve Jobs hat in letzter Zeit noch einiges Revolutionäres aufgesetzt. Die Pläne für die futuristische neue Apple-Firmenzentrale in Cupertino, das iOS 5, der Lion und das iPhone 5, welches fast noch „rechtzeitig“ herauskam. Und die Wolke! Mit iCloud ermöglicht uns Apple kostenfreie Dienste, die die Datenhaltung neu definieren.

 Steve Jobs war ein Zen-Buddhist. Er glaubte sogar an Wiedergeburt. Und wenn ER dies sagt, dann nehme ich es auch ernst. Er schwebt für mich jetzt da oben, in seiner eigenen Wolke…

Danke, Steve Jobs!

Gabor Pox, 08.10.2011

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